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GESUNDHEIT & PRÄVENTION

Rückschritt in der Frauenmedizin? Jetzt die Petition Breast. Forward. unterzeichnen!

Von: Michela · März 2026

Breast Forward Petition

Seit dem 1. Januar 2026 droht Frauen in der Schweiz ein medizinischer Rückschritt: Eine Änderung im Tarifsystem macht die schonende Vakuumbiopsie zur Brustkrebsabklärung wirtschaftlich unrentabel. Was das bedeutet und warum Du jetzt handeln kannst.

Was ist passiert?

Seit Anfang 2026 gilt in der Schweiz ein neues Abrechnungssystem für medizinische Leistungen und dieses hat eine weitreichende Konsequenz für die Brustgesundheit von Frauen: Die minimalinvasive Vakuumbiopsie, bisher der schonende Goldstandard bei der Abklärung von Brustveränderungen, wird in den neuen Tarifen nicht mehr kostendeckend vergütet.

Das Ergebnis: Radiologiepraktikerinnen und -praktiker können dieses Verfahren kaum noch wirtschaftlich anbieten. Stattdessen werden verdächtige Brustbefunde künftig wieder häufiger operativ abgeklärt. Nahezu 100% der gutartigen Veränderungen, die bisher ambulant und nadelfein behandelt wurden, könnten davon betroffen sein.

Was bedeutet das für uns Frauen?

Bisher war die Vakuumbiopsie ein ambulanter Eingriff: Eine dünne Nadel, lokale Betäubung, in der Regel keine sichtbare Narbe, kein Spitalaufenthalt. Für die meisten Frauen eine belastende, aber gut handhabbare Situation.

Mit der Rückkehr zur operativen Abklärung bedeutet eine verdächtige Stelle in der Brust künftig: Vollnarkose, Operation, Spitalaufenthalt, Erholungszeit und eine bleibende Narbe — auch dann, wenn der Befund am Ende gutartig ist. Dazu kommt die psychische Belastung, die ein operativer Eingriff mit sich bringt.

Während Länder wie Deutschland, Österreich oder die Niederlande die minimalinvasive Diagnostik als Standard etabliert haben, riskiert die Schweiz hier einen Rückfall hinter den Stand der Medizin von vor Jahrzehnten.

Wusstest Du?

Die Vakuumbiopsie ist nicht nur schonender, sie ist auch präziser und günstiger als eine offene Operation. Der neue Tarif macht sie trotzdem unrentabel. Das ist kein Fortschritt, das ist Rückschritt.

Wer kämpft dagegen an?

Die Kampagne Breast Forward wurde von Dr. Nadja Mamisch, Radiologin und Mitglied der MIBB-Arbeitsgruppe der Schweizerischen Gesellschaft für Senologie (SGS), ins Leben gerufen. Gemeinsam mit Kolleginnen, Patientenorganisationen und Unterstützerinnen fordert sie eine datengestützte Neukalkulation der Tarife im offenen Dialog mit den Krankenkassen und dem Bundesamt für Gesundheit.

Die Petition hat in nur wenigen Wochen über 19'000 Unterschriften gesammelt. Ein klares Zeichen: Die Schweizer Bevölkerung will keine Medizin von gestern.

Was kannst Du tun?

Eine Unterschrift braucht weniger als eine Minute, aber ihr Einfluss kann die Gesundheitsversorgung von Frauen in der Schweiz nachhaltig verbessern. Unterzeichne jetzt die Petition und teile sie mit Deinem Netzwerk.